der Stahl unter den Rädern

Zu einer Feldbahnanlage gehören natürlich die entsprechenden Gleisanlagen. Wir wollen auf diesen Seiten einmal deren recht mühsame Beschaffung, Bearbeitung, Verlegung und Nutzung näher bringen.

Leider ist die Auswahl an gebrauchten (und einigermaßen bezahlbaren) leichten Gleisprofilen und –jochen heutzutage nicht sehr groß und die zeitweise gigantischen Schrottpreise tun einiges dafür, um den Feldbahnsammlern das Leben zusätzlich zu erschweren. Trotzdem konnten wir im Laufe der letzten Jahre mehrere hundert Meter Profil zu uns transportieren und unsere Pläne damit letztlich auch komplett umsetzen.

Vor allem der Anfang ist schwer und man nimmt eben zunächst, was einem in die Hände fällt. So kamen wir im Jahr 2002 zu den ersten Gleismetern mit der Schienenhöhe von etwa 150mm (etwa S49) aus einem Ziegelwerk bei Leipzig. Hinzu gesellten sich später viele Meter S18-Profil (welches mit etwa 95mm Höhe für uns ideal geeignet sind), gefolgt von S10-Weichen und Gleisen sowie einem großen Posten Gleisen der Form Preußen 5 mit etwa 110mm Höhe. Abgerundet wird das Sortiment nach unten mit den leichten S7-Profilen, die aber allenfalls in Abstellgleisen für Loren und Achsen Verwendung finden.

Kein leichtes Unterfangen ist der Gleisbau mit 150mm hohen Gleisen (etwa 50kg/m Gewicht!!), aber dank der uns zur Verfügung stehenden Maschinen konnte selbst damit alles bisher Geplante entsprechend umgesetzt werden. Auch wenn viele "Feldbahnkenner" die Nase bei diesem Profil rümpfen - es war in den nahen Feldbahnbetrieben in Leipzig eingesetzt (aus Mangel wurde damals in der DDR alles verwendet!) und ist damit also durchaus authentisch. Und darauf legen wir schließlich wert…

Leichter ist mit den Profilen des Typs S18 umzugehen, hier lässt sich das Material einigermaßen bearbeiten – auch wenn Maschinen wie Radlader oder Gabelstapler schon sehr hilfreich für den Transport sind.

Die Gleise werden soweit möglich vorgebogen, damit es weniger Probleme an den Schienenstößen gibt. Diese neigen sonst zum ausknicken, was der Gleislage und dem Fahrkomfort nicht zuträglich ist. Zum Biegen verwenden wir für die leichten Profile bis S18 eine manuelle Biegekralle, für die schwereren Preußen 5-Profile eine hydraulische Kralle (die im Eigenbau entstanden ist). S49 wurde mit dem Radlader gezogen, zeigt aber dann die oben erwähnten Schwächen an den Schienenstößen – auch wenn dort zusätzliche Schwellen eingezogen wurden. Eine spätere Überarbeitung dieser „Problemzonen“ ist aber geplant, denn aus Fehlern lernt man…